Ich bin in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, also im Osten, in der Nähe von Berlin 1968 geboren und aufgewachsen.

 

Ich hatte eine glückliche Kindheit in einem aufgeschlossenen, evangelisch geprägten Elternhaus.

Meine Mutter war Sekretärin und mein Vater Autoschlosser. Der Zusammenhalt, die Weltoffenheit und die Liebe in unserer Familie sind für mich bis heute prägend. 

 

 

 

Nach dem Abitur zog ich nach Berlin, in den Prenzlauer Berg, einem damals heruntergekommenen Altbauviertel mitten in der Stadt.

 

Kaum hatte ich angefangen Wirtschaftswissenschaften zu studieren, fiel die Berliner Mauer. Endlich konnte ich in Freiheit leben. Der Mauerfall hatte aber unerwartete Konsequenzen: Nach einem Jahr gab es die DDR nicht mehr und ich stand ohne Studienplatz da, denn meine Hochschule in Berlin-Karlshorst wurde abgewickelt.

 
 

Also was tun?

 

Ich habe mich umgesehen und habe einen Ausbildungsplatz zum Diplom-Verwaltungswirt bei der damaligen Bundes- versicherungsanstalt für Angestellte (BfA) gefunden.

1994 war ich mit der Ausbildung beim größten deutschen Rentenversicherungsträger fertig.

 

Meine Diplomarbeit hatte den schönen Titel:

 

"Die Überleitung des Rentenrechts des Beitrittsgebiets in das System der gesetzlichen Rentenversicherung der Bundesrepublik Deutschland anhand der Regelungen des Anspruchs- und Anwartschaftsüberleitungsgesetzes (AAÜG)".

 

 

 

 

Schnell habe ich gemerkt, dass mir zwar die Arbeit in der Verwaltung liegt, die interessanten Fragen aber die Juristen entscheiden. Also habe ich noch einmal angefangen zu studieren, diesmal Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeit war hart, aber schön. Das Berlin der 90er Jahre war eine Stadt des Umbruchs, des Neubeginns und der Extreme. An keinem anderen Ort der Welt wollte ich zu dieser Zeit sein. 

 

Trotz eines guten Studienabschlusses einen Arbeitsplatz zu finden war schwer und ich wollte doch in Berlin bleiben. Auch die BfA wollte mich nicht zurück haben, was mich damals schwer getroffen hat. Ich sei mit meiner Vorbildung als Sachbearbeiter fachlich zu eingeengt, hiess es in der Ablehnung.

 

Wieder musste ich umdenken. Angebote gab es schließlich aus Magdeburg, Hannover und Speyer. Ich entschied mich für die Pfalz und bin als Volljurist bei der Deutschen Rentenversicherung in Speyer beschäftigt. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.

 

 

 

 

2009 bin ich zu den GRÜNEN in Ludwigshafen gekommen. Grund war, dass die GRÜNEN schon immer für eine moderne, offene Gesellschaft eingetreten sind.

 

Franz Hofmann, unser damaliger Vorstandssprecher hat mich rasch ermuntert Verantwortung zu übernehmen. Schon 2009 wurde ich Beisitzer im Vorstand und 2011 Schatzmeister. Im November 2013 wurde ich dann zum Vorstandssprecher gewählt. 2015 und 2017 bin ich mit jeweils über 80% Zustimmung im Amt bestätigt worden.

 

Für die Bundestagswahl 2017 wurde ich vom Kreisverband der GRÜNEN zum Spitzenkandidat für den Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal aufgestellt und hatte ein Wahlergebnis von 5,8%. 

 

 

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